Sambia

Einsichten von nationalen Leitern

Im Jahr 2025 besuchten wir Sambia zum ersten Mal für ein kurzes Schulungsprogramm für Pastoren und Leiter, das in der Ordination von rund 50 Pastoren gipfelte. Im Rahmen dieses Besuchs öffnete der Herr uns Türen, um einige Interviews mit nationalen christlichen Leitern zu filmen, die faszinierende Einblicke in den Zustand der Kirche und der Nation ermöglichten.

Einige dieser Interviews können Sie auf unserem YouTube-Kanal ansehen.

Nationaler Hintergrund

Demografie
Sambia ist eine Nation, die von tiefem Glauben und anhaltenden sozioökonomischen Herausforderungen geprägt ist. Obwohl das Land mit natürlichen Ressourcen und einer jungen Bevölkerung gesegnet ist, kämpft es immer noch mit weit verbreiteter Armut. Rund 60 % der Sambier/innen leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze, in ländlichen Gebieten sind es sogar fast 80 %. Eine schwere Dürre im Jahr 2024, steigende Lebenshaltungskosten und eine unzuverlässige Stromversorgung haben die notleidenden Gemeinden zusätzlich unter Druck gesetzt. Selbst dort, wo ein Wirtschaftswachstum zu verzeichnen ist, sind die Vorteile ungleich verteilt, und viele Familien leiden weiterhin unter Ernährungsunsicherheit, eingeschränktem Zugang zur Gesundheitsversorgung und schlechter Infrastruktur.

Religiöse Praxis
Inmitten dieser materiellen Herausforderungen ist Sambia eine der geistig wachsten Nationen Afrikas. Über 95 % der Bevölkerung bezeichnen sich als Christen, und mehr als drei Viertel davon gehören protestantischen Kirchen an. In den frühen 1980er Jahren bekannten sich weniger als 5 % der christlichen Bevölkerung Sambias zur Pfingstbewegung, doch nur ein Jahrzehnt später waren es bereits 23,6 %. Besonders ausgeprägt ist diese Expansion in den städtischen Gebieten, wo die Pfingstkirchen sowohl im religiösen als auch im öffentlichen Leben eine wichtige Rolle spielen.

Glaube im Mainstream
Der aktuelle Präsident ist Adventist, während ein beliebter Präsidentschaftskandidat, Nevers Mumba, eine prägende Persönlichkeit an der Schnittstelle von pfingstlichem Glauben und Politik in Sambia ist. Ursprünglich pfingstlicher Pastor und TV-Evangelist, erlangte Mumba nationale Bekanntheit durch seine Kampagne „Zambia Shall Be Saved“. 1997 wechselte er in die Politik und setzt sich seither dafür ein, christliche Prinzipien in die Regierungsführung einzubringen. Er ist nur einer von vielen offen charismatischen Christen, die in nationale Angelegenheiten eingebunden sind.

Die Botschaft von der Befähigung durch den Heiligen Geist findet bei einer Bevölkerung, die sich nach Hoffnung, Durchbruch und Veränderung sehnt, großen Anklang.

Bischof Peter betet zusammen mit Nevers Mumba